Armen Grigoryan hebt Dialog zwischen Armenien und Aserbaidschan, zwischenmenschlichen Austausch, Handelswege und regionale Sicherheit hervor

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Am 3. November hielt Armen Grigoryan, Sekretär des Sicherheitsrates Armeniens, eine Rede auf der von Rasmussen Global in Brüssel organisierten Konferenz „Crossroads of Peace” (Kreuzung des Friedens). In seiner Ansprache beschrieb Grigoryan die Initiative „Kreuzung des Friedens” als eine umfassende Vision, die über die Infrastruktur hinausgeht und „Vernetzung, gegenseitige Abhängigkeit und Zusammenarbeit in der Region und darüber hinaus” repräsentiert. Er erinnerte daran, dass am 8. August 2025 eine gemeinsame Erklärung vom armenischen Premierminister, dem Präsidenten Aserbaidschans und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten unterzeichnet wurde, die, wie er erklärte, „den Grundstein für Frieden und Wohlstand im Südkaukasus legte und einen entscheidenden Fortschritt in Richtung einer Freigabe des Transports in der Region darstellt”. Grigoryan betonte, dass Armenien und Aserbaidschan seit der Erklärung „gemeinsame Anstrengungen unternommen haben, um die erzielten Fortschritte zu konsolidieren und den Dialog zu vertiefen“.

Der Sekretär des Sicherheitsrats hob die Bedeutung der jüngsten zwischenmenschlichen Kontakte hervor und wies darauf hin, dass eine Delegation der aserbaidschanischen Zivilgesellschaft am 21. und 22. Oktober zum ersten Mal Armenien besucht habe, um an einer Diskussionsrunde teilzunehmen, und dass bald ein Gegenbesuch armenischer Vertreter in Aserbaidschan erwartet werde. Laut Grigoryan werden solche Austauschmaßnahmen „zur Stärkung des Vertrauens zwischen den Gesellschaften beider Länder beitragen und gleichzeitig den Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan festigen“. Unter Bezugnahme auf eine Studie des armenischen Amberd-Forschungsinstituts erklärte Grigoryan, dass die neue Handelsroute zwischen Europa und China, die durch Armenien verläuft, im Vergleich zu den derzeitigen Routen um 5 bis 10 % verkürzt werden könnte. Er bekräftigte das Engagement Armeniens für die Initiative und erklärte: „Armenien ist bereit, diesen Weg mit vollem Engagement und Transparenz fortzusetzen.“ Zum Abschluss seiner Rede betonte Grigoryan, dass das Projekt „Kreuzung des Friedens“ nicht nur eine Verkehrsinitiative sei, sondern „eine politische Erklärung, dass Dialog sinnvoll ist, Zusammenarbeit möglich ist und regionale Sicherheit auf der Grundlage gemeinsamen Wohlstands aufgebaut werden kann“.

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