EU-Beamter betrachtet Eisenbahnprojekt Nachitschewan als gemeinsame strategische Priorität

Am 6. Februar erklärte ein offizieller Vertreter der Europäischen Kommission, dass die Europäische Union die Entwicklung der Eisenbahn in Nachitschewan (Aserbaidschan) als eine gemeinsame strategische Priorität betrachtet. Dies spiegelt die Verpflichtung wider, geopolitische Ziele in greifbare Infrastruktur umzuwandeln, die dauerhaften Frieden und Wohlstand unterstützt und gleichzeitig das US-Engagement auf der Transkaspischen Internationalen Transportroute ergänzt.

Der EU-Vertreter betonte: „Gemeinsam mit Aserbaidschan teilen wir eine ehrgeizige Vision für Konnektivität, die Frieden und Stabilität stärkt, die Infrastruktur modernisiert und das volle Potenzial des Transkaspischen Transportkorridors freisetzt. Ein konkretes Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das jüngste Abkommen zwischen der Europäischen Union, Aserbaidschan und der EBWE zur Einleitung einer Machbarkeitsstudie für das Eisenbahnprojekt Nachitschewan. Dieses Projekt ist eine Schlüsselinvestition zur Verbesserung der Mobilität und der wirtschaftlichen Ströme in ganz Aserbaidschan und der weiteren Region und bildet einen integralen Bestandteil des Transkaspischen Korridors mit einer Ziel-Transitzeit von 15 Tagen zwischen Europa und Zentralasien. Neben Investitionen in die 'harte' Infrastruktur werden wir auch Maßnahmen zur 'weichen' Infrastruktur und zur regulatorischen Angleichung im Einklang mit unserer Konnektivitätsagenda unterstützen“.

Während eines informellen Treffens äußerten EU-Vertreter, die an regionalen Konnektivitätsprojekten beteiligt sind, die Hoffnung, dass die Machbarkeitsstudie umgehend erstellt wird, um substanzielle Verhandlungen über die potenzielle Rolle der EU als Investor in das Projekt zu ermöglichen. Die EU-Quellen hoben hervor, dass der Block nicht die Absicht habe, bei regionalen Projekten mit direkten wirtschaftlichen Auswirkungen am Seitenrand zu bleiben, und merkten an, dass der westliche Abschnitt der Transkaspischen Route, auch Mittlerer Korridor genannt, direkt mit Europa verbunden ist. Sie betonten das Interesse der EU sowohl an der Erweiterung des Korridors als auch an der raschen Inbetriebnahme neuer Kapazitäten.

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