Nikol Paschinjan nimmt an internationaler Umweltkonferenz im Altai teil

| Nachricht, Politik, Armenien

Am 24. Juli begann der armenische Premierminister Nikol Paschinjan in Begleitung seiner Frau Anna Hakobyan einen zweitägigen Arbeitsbesuch in der Föderativen Republik Altai der Russischen Föderation. Bei ihrer Ankunft am Flughafen Gorno-Altaysk wurden sie vom Präsidenten der Föderativen Republik Altai, Andrej Turtschak, sowie weiteren regionalen Amtsträgern begrüßt.

Während seines Besuchs nahm Paschinjan an der Internationalen Konferenz zum Thema Natur- und Umweltschutz teil. Am Rande der Veranstaltung traf er mit dem russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin zusammen, um die Beziehungen zwischen Armenien und Russland, die bilaterale Zusammenarbeit und die Koordinierung innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) zu erörtern. Am folgenden Tag nahm Paschinjan an der Hauptkonferenz teil, an der Regierungschefs aus Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Belarus, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan teilnahmen.

In seiner Rede bezeichnete Paschinjan die Region Altai als symbolischen Ort für die Diskussion von Umweltfragen. Er wies darauf hin, dass Armenien ein bergiges Land mit vielfältigen Klimazonen und einer reichen Artenvielfalt sei, und betonte, dass Nationalparks und Naturschutzgebiete, darunter das historische Khosrov-Reservat aus dem 4. Jahrhundert, über 10 % des Staatsgebiets ausmachen. Als wichtiges Naturgut erwähnte er auch den Sevan-See, den größten Süßwassersee der Region.

Der armenische Ministerpräsident ging auf die schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels auf sein Land ein und verwies dabei auf die beschleunigte Gletscherschmelze, den Rückgang der Niederschläge und die Zunahme von Naturkatastrophen, obwohl Armenien nur minimal zu den globalen CO2-Emissionen beitrage. Er skizzierte nationale Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen, darunter ein Programm zur Anpassung an den Klimawandel im Wassersektor und einen neuen Gesetzentwurf zum Klimaschutz.

Paschinjan bekräftigte die Unterstützung Armeniens für gemeinsame Klimainitiativen der EAWU und ihr Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt und erwähnte dabei die erfolgreiche Wiederansiedlung der Kaukasischen Leopardenpopulation und ein Projekt zur Wiederansiedlung des Kaukasischen Rothirsches. Er hob auch die aktive Beteiligung Armeniens an der Bergagenda der Vereinten Nationen hervor.

Zum Abschluss seiner Ausführungen kündigte Paschinjan an, dass Armenien 2026 Gastgeber der 17. Konferenz der Vertragsparteien (COP17) des Übereinkommens über die biologische Vielfalt sein wird. Er lud internationale Delegationen zur Teilnahme ein und erklärte: „Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zu den globalen Bemühungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Umwelt leisten können.“

Siehe auch

"Caucasus Watch" sucht lokale Experten aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan und der Nordkaukasus-Region. Wir bieten eine flexible Form der Zusammenarbeit, eine angemessene Vergütung und Zugang zu einer europaweiten Leserschaft. Senden Sie Ihren Lebenslauf, ein Bewerbungsschreiben und eine Arbeitsprobe an redaktion@caucasuswatch.de. Für Fragen: i.dostalik@caucasuswatch.de.

Wir verwenden Cookies, um unser Angebot für Sie zu verbessern. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.