Rumänische Behörden untersuchen mutmaßliche russische Sabotage gegen aserbaidschanisches Öl
Rumänische Behörden untersuchen Berichten zufolge eine mutmaßliche russische Sabotageaktion, bei der aserbaidschanisches Rohöl für Europa kontaminiert wurde. Das Öl, das über die Pipeline Baku–Tiflis–Ceyhan (BTC) transportiert wurde, wies einen hohen Gehalt an organischen Chloriden auf, die eine erhebliche Gefahr für die Raffinerieinfrastruktur darstellen. Rumänische Medien berichteten, dass die Behörden die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Russland die Verunreinigungen absichtlich als Teil einer hybriden Kriegsführung verursacht hat, um kritische Infrastrukturen ohne direkte militärische Beteiligung zu destabilisieren.
Anfang August 2025 wurde eine Lieferung aserbaidschanischen Rohöls, die im rumänischen Hafen Constanța eintraf, als kontaminiert befunden. Die gefundenen Mengen an organischen Chloriden waren so hoch, dass sie die Raffinerie OMV Petrom Petrobrazi hätten beschädigen können. Die Verunreinigung konnte bis zur BTC-Pipeline zurückverfolgt werden, die sich über 1.700 km von Aserbaidschan über Georgien und die Türkei erstreckt.
Als Reaktion darauf erklärte Rumänien am 4. August 2025 eine nationale Energiekrise. Das Energieministerium genehmigte die Freigabe von 80.000 Tonnen Rohöl und 30.000 Tonnen Diesel aus strategischen Reserven, um mögliche Kraftstoffengpässe zu mildern. Darüber hinaus meldeten Raffinerien in Italien und der Tschechischen Republik kontaminierte Lieferungen, was weitere Untersuchungen erforderlich machte. Die BTC-Pipeline ist eine wichtige Alternativroute für den Transport von Öl aus dem Kaspischen Meer zu den europäischen Märkten, und die Verunreinigung verdeutlicht die Anfälligkeit der Energieinfrastruktur.
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