Serbien will Gasimporte aus Aserbaidschan bis 2025–2026 auf 2 Millionen Kubikmeter steigern
Die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović-Handanović, hat am 28. Juli über eine Vertiefung der Energiekooperation mit Aserbaidschan gesprochen. Sie bezeichnete die Partnerschaft als dynamisch und strategisch wichtig, da sie zu einer Diversifizierung der Gasversorgung Serbiens führe. Ein Schlüsselprojekt ist der geplante Bau eines Gaskraftwerks in der Nähe von Niš, für das bald eine Absichtserklärung unterzeichnet werden soll.
In der letzten Heizperiode lieferte Aserbaidschan täglich 1 bis 1,7 Millionen Kubikmeter Gas nach Serbien. Für die kommende Saison sieht die Vereinbarung eine feste Menge von 100.000 Kubikmetern pro Tag mit flexiblen Optionen bis zu 1 Million Kubikmeter vor. Serbien plant, die Importe bis zum Winter 2025–2026 auf 2 Millionen Kubikmeter pro Tag zu erhöhen. Der Südliche Gaskorridor ist für diese Strategie von entscheidender Bedeutung, mit einer Vereinbarung über bis zu 400 Millionen Kubikmeter jährlich bis 2026 und einer möglichen Erhöhung auf 1 Milliarde Kubikmeter.
Um die Diversifizierung weiter voranzutreiben, plant Serbien die Anbindung seines Netzes an Nordmazedonien, wodurch ein Zugang zu den Pipelines TANAP und TAP ermöglicht wird. Zwar investieren derzeit keine aserbaidschanischen Unternehmen in den serbischen Sektor für erneuerbare Energien, doch Đedović-Handanović bestätigte, dass Möglichkeiten für Partnerschaften in Solar-, Wind- oder Wasserstoffprojekten bestehen, da Serbien bis 2030 45 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugen will.
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