Serbischer Botschafter lobt strategische Partnerschaft mit Aserbaidschan und strebt Ausweitung der Gaslieferungen an
In einem Interview am 30. Juli bezeichnete der serbische Botschafter Dragan Vladisavljević die Beziehungen zu Aserbaidschan als äußerst zufriedenstellend, mit starken politischen Bindungen, die auf gegenseitigem Respekt und der Einhaltung des Völkerrechts beruhen. Er hob die Unterstützung Aserbaidschans für die Souveränität Serbiens hervor und verwies auf die engen Beziehungen zwischen den beiden Präsidenten. Der Handelsumsatz erreichte 2024 ca. 513 Millionen US-Dollar, angetrieben durch serbische Importe von aserbaidschanischem Öl, Gas und Düngemitteln, eine Zahl, die seiner Erwartung nach weiter steigen wird. Er betonte die Notwendigkeit von Wirtschaftsforen und einer Direktverbindung zwischen Belgrad und Baku, um die Zusammenarbeit zu fördern.
Im Energiesektor haben die Länder den Bau eines großen Gaskraftwerks in Niš vereinbart, das für die Energiesicherheit Serbiens von entscheidender Bedeutung ist. Serbien importiert derzeit jährlich etwa 400 Millionen Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan und plant, diese Menge bis 2027 auf 1 Milliarde Kubikmeter zu erhöhen. Diese Steigerung wird durch eine neue 70 km lange Pipeline zwischen Serbien und Nordmazedonien erleichtert, die 2027 fertiggestellt werden soll. Serbische Unternehmen sind zwar an Wiederaufbauprojekten in den befreiten Gebieten Aserbaidschans interessiert, doch mangelt es bislang an klaren Informationen, was ihre Beteiligung bisher noch verhindert. Umgekehrt ist das aserbaidschanische Unternehmen AzVirt an serbischen Straßenbauprojekten im Wert von bis zu 1 Milliarde US-Dollar beteiligt. Für die kommenden Monate sind diplomatische Konsultationen und eine Sitzung der gemeinsamen Kommission geplant.
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