Stärkung der Beziehungen zu Südamerika: Armeniens und Argentiniens neues Kapitel

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Bildrechte: Außenministerium der Republik Armenien
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Am 25. März begann der offizielle Besuch des armenischen Außenministers Ararat Mirsojan in Argentinien mit einer feierlichen Kranzniederlegung an der Gedenkstätte General Jose de San Martin in Buenos Aires. In Begleitung von Leopoldo Sahores, dem stellvertretenden argentinischen Außenminister, erwies Ararat Mirsojan dem verehrten historischen General die Ehre.

In seinen Ausführungen bedankte sich Außenminister Ararat Mirsojan für den ihm verliehenen Ehrentitel und übermittelte dem Stadtparlament von Buenos Aires seine aufrichtige Wertschätzung. Er erinnerte an die langjährigen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Armenien und Argentinien und betonte die historische Bande zwischen den beiden Völkern.

Mirsojan erinnerte an die zentrale Rolle Argentiniens bei der Aufnahme von Armeniern, die vor Verfolgung flohen, und hob die bedeutenden Beiträge der armenischen Diaspora zur argentinischen Gesellschaft hervor. Er würdigte auch Argentiniens unerschütterliche Unterstützung für Armenien in schwierigen Zeiten, insbesondere in den jüngsten Konflikten.

Mirsojan äußerte die Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit und Solidarität und dankte allen Anwesenden für ihre herzliche Gastfreundschaft.

Am selben Tag führte Ararat Mirsojan während seines offiziellen Besuchs in Buenos Aires ein produktives Gespräch mit Diana Mondino, der Ministerin für Außenbeziehungen, internationalen Handel und Religion der Argentinischen Republik.

Beide Seiten äußerten sich zufrieden über den soliden politischen Dialog zwischen Armenien und Argentinien, der durch die langjährige Freundschaft zwischen ihren Völkern gestützt wird. Minister Mirsojan unterstrich die Bedeutung Argentiniens als Schlüsselpartner für Armenien in Südamerika und hob die gegenseitigen Besuche auf hoher Ebene als greifbaren Beweis für die starken bilateralen Beziehungen hervor.

Das Treffen bot die Gelegenheit, Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen von beiderseitigem Interesse zu erkunden, darunter Handel, Wirtschaft, Hochtechnologie, Bildung und Energie. Beide Minister würdigten den umfangreichen Rechtsrahmen, der bereits zwischen ihren Ländern besteht, und erklärten sich bereit, diesen weiter auszubauen, um neue Bereiche der Zusammenarbeit zu erschließen.

Auch die Bemühungen zur Förderung der Interaktion zwischen den diplomatischen Akademien Armeniens und Argentiniens wurden erörtert, was das Engagement für die Pflege der bilateralen Beziehungen auf institutioneller Ebene widerspiegelt.

Im Bereich der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen wurde die Bedeutung der Förderung von Investitionsprogrammen zur Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen hervorgehoben.

Die Minister Mirsojan und Mondino würdigten auch die unschätzbare Rolle der armenischen Gemeinschaft in Argentinien als einzigartige Brücke zwischen den beiden Nationen, die zum kulturellen Austausch und zur Förderung engerer Beziehungen beiträgt.

Die Diskussion wurde auf regionale Sicherheitsfragen ausgedehnt, wobei Minister Mirsojan über den aktuellen Stand des Normalisierungsprozesses zwischen Armenien und Aserbaidschan, einschließlich der laufenden Verhandlungen über einen Friedensvertragsentwurf, berichtete. Beide Minister bekräftigten ihr Engagement für den Grenzziehungsprozess auf der Grundlage der Erklärung von Alma-Ata aus dem Jahr 1991 und betonten, dass sie sich an die zuvor auf höchster Ebene getroffenen Vereinbarungen halten.

Minister Mirsojan stellte Armeniens "Kreuzungen des Friedens"-Programm im Zusammenhang mit der regionalen Verkehrs- und Wirtschaftskonnektivität vor und betonte dessen Potenzial, die wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität in der Region durch die Erschließung regionaler Verkehrs- und Wirtschaftswege zu fördern.

Anschließend führte der armenische Außenminister Ararat Mirsojan fruchtbare Gespräche mit Fernando Adolfo Iglesias, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Außenbeziehungen und Religion des Repräsentantenhauses, und Francisco Manuel Paolotron, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Außenbeziehungen und Religion des argentinischen Senats.

Beide Seiten betonten die langjährige Entwicklung der armenisch-argentinischen Beziehungen, die von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis geprägt sind. Minister Mirsojan hob die armenische Sichtweise auf Argentinien als verlässlichen Partner in Südamerika hervor und brachte das große Interesse Armeniens am weiteren Ausbau und der Vertiefung der bilateralen Beziehungen in politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und anderen Bereichen zum Ausdruck.

Mirsojan betonte auch, dass Armenien die konstruktive Haltung Argentiniens in wichtigen Fragen, die Armenien betreffen, zu schätzen weiß, und hob hervor, wie wichtig es ist, dass die internationalen Akteure die Grundsätze des Völkerrechts unterstützen, um extremistische Bestrebungen zu verhindern und die Stabilität in der Südkaukasusregion zu gewährleisten.

In den Gesprächen wurde die wichtige Rolle der parlamentarischen Diplomatie bei der Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Armenien und Argentinien hervorgehoben.

Während des Treffens erläuterte Mirsojan die armenischen Bemühungen um einen dauerhaften Frieden im Südkaukasus und bekräftigte Armeniens Glauben an das Potenzial für einen regionalen Frieden durch die gegenseitige Achtung von Prinzipien wie territoriale Integrität, Unverletzlichkeit der Grenzen und die Freigabe regionaler Verkehrswege. Mirsojan stellte seinen Gesprächspartnern auch das Programm "Kreuzungen des Friedens" vor und erläuterte dessen Potenzial, zu regionaler Stabilität und wirtschaftlicher Konnektivität beizutragen.

Die Gespräche zwischen Minister Mirsojan und den argentinischen Parlamentariern bekräftigten das Engagement beider Länder für eine verstärkte Zusammenarbeit und Verständigung, insbesondere in Bereichen von beiderseitigem Interesse und bei regionalen friedensstiftenden Maßnahmen.

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