Ehemaliger Beamter des Russischen Sozialfonds von Inguschetien wegen Unterschlagung in Antalya festgenommen
Am 5. Mai wurde Islam Seinaroev, der ehemalige Leiter der Niederlassung des Russischen Sozialfonds in Inguschetien, auf Antrag Russlands in Antalya wegen des Vorwurfs der Unterschlagung in großem Stil festgenommen. In den Fall verwickelt ist Magomed-Bashir Kalimatov, der Bruder des inguschetischen Präsidenten Mahmud Kalimatov.
Nach Angaben des Innenministeriums hat Islam Seinaroev gemeinsam mit Magomed-Bashir Kalimatov die Veruntreuung von mehreren Milliarden Rubel aus dem Fonds organisiert. Seinaroev leistete bei seiner Festnahme in Antalya keinen Widerstand.
In der Türkei lebte der ehemalige Beamte offen und glaubte sich in Sicherheit. Operativen Informationen zufolge arbeitete er mit einem ehemaligen stellvertretenden Leiter des Innenministeriums von Inguschetien im Großhandel mit Erdbeeren und Bananen zusammen und vermietete gleichzeitig Villen, die ihm gehörten.
In den offiziellen Erklärungen, die Seinaroev auf der Website des Sozialfonds veröffentlichen musste, waren keine ausländischen Immobilien aufgeführt. Der auf Antrag Russlands festgenommene ehemalige Leiter der inguschetischen Abteilung des Sozialfonds wird derzeit auf seine Auslieferung vorbereitet.
Seinaroev wird insbesondere vorgeworfen, ein groß angelegtes Unterschlagungsgeschäft orchestriert zu haben, durch das dem russischen Staat zwischen 2019 und 2021 rund 2 Milliarden Rubel (etwa 24,5 Millionen US-Dollar) vorenthalten worden sein sollen. Seinaroev soll mit Magomed-Bashir Kalimatov und anderen Beamten zusammengearbeitet haben, um Renten illegal neu zu berechnen, ohne die Empfänger darüber zu informieren, und die Gelder für persönliche Zwecke zu verwenden. Nach seiner Ausreise aus Russland im Jahr 2023 lebte Seinaroev offen in der Türkei, wo er geschäftlich tätig war, unter anderem im Großhandel mit Erdbeeren und Bananen. Er vermietete außerdem Villen. Trotz seines offensichtlichen Wohlstands wurde er ohne Widerstand festgenommen und wartet nun auf seine Auslieferung an Russland.
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