Türkei fordert Armenien zu Aufrichtigkeit und konkreten Schritten in der Region auf
„Armenien muss zeigen, dass es den Frieden in der Region will, indem es konkrete Schritte unternimmt“, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu in einer Sendung des Senders TRT Haber.
„Reden ist nicht genug. Armenien muss konkrete Schritte unternehmen, auch in der Frage des Zangazur-Projekts und eines umfassenden Friedensvertrags. Wir sind aufrichtig, Aserbaidschan ist aufrichtig, jetzt wollen wir sehen, wie aufrichtig Armenien ist“, sagte der türkische Chefdiplomat.
Çavuşoğlu erinnerte ferner an die Treffen der Sonderbeauftragten Armeniens und der Türkei im Rahmen des Prozesses der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern sowie an das jüngste Telefongespräch zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan.
In Bezug auf die Koordinierung des armenisch-türkischen Prozesses mit Aserbaidschan wies der Minister darauf hin, dass Armenien und die anderen Länder nicht vergessen sollten, dass es sich um einen dreiseitigen Prozess handelt. „Er sollte mit Baku koordiniert werden, da die Türkei und Aserbaidschan „ein Volk in zwei Staaten“ sind. Wenn es Frieden in der Region geben soll, dann sollte jeder im trilateralen Format Schritte in diese Richtung unternehmen“, so Çavuşoğlu abschließend.
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