Bergkarabachs Separatistenführung nimmt ihre Entscheidung über Selbstauflösung zurück

Am 21. Dezember erklärte Wladimir Grigorjan, der Assistent von Samvel Schahramanyan, dem letzten Führer der separatistischen Republik Bergkarabach, dass das Dekret über die Liquidierung von Karabach nicht mehr existiert.

Grigorjan behauptete, dass mit einem weiteren Dekret Schahramanyans vom 19. Oktober alle Behörden der so genannten Republik, Staatsminister, Mitglieder der Regierung, des Parlaments, der Strafverfolgungsbehörden sowie der Bürgermeister von Chankendi, ihre Tätigkeiten ehrenamtlich ausüben dürfen.

In Schahramanyans neuem Erlass heißt es, dass alle Dokumente der so genannten Republik ab dem 1. Oktober 2023 gültig seien. Grigorjan behauptete, mit dem neuen Dekret von Schahramanyan habe das von ihm am 28. September unterzeichnete Dokument seine Gültigkeit verloren, und die De-facto-Republik Karabach werde ihre Aktivitäten im Jahr 2024 fortsetzen.

Auf die Frage, ob Schahramanyan es versäumt habe, ein spezielles Dokument zur Aufhebung des Dekrets vom 28. September zu unterzeichnen, antwortete Grigorjan, es bestehe keine Notwendigkeit für ein separates Dekret. Seiner Meinung nach war dieses Dokument nicht rechtmäßig.

Nach der aserbaidschanischen Operation vom 19. und 20. September in Karabach unterzeichnete Schahramanyan am 28. September ein Dekret, wonach die so genannte Republik Karabach und ihre Verteidigungsarmee ab dem 1. Januar 2024 aufgelöst werden.
 

Siehe auch

"Caucasus Watch" sucht lokale Experten aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan und der Nordkaukasus-Region. Wir bieten eine flexible Form der Zusammenarbeit, eine angemessene Vergütung und Zugang zu einer europaweiten Leserschaft. Senden Sie Ihren Lebenslauf, ein Bewerbungsschreiben und eine Arbeitsprobe an redaktion@caucasuswatch.de. Für Fragen: i.dostalik@caucasuswatch.de.

Wir verwenden Cookies, um unser Angebot für Sie zu verbessern. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.